Das '
Castello Angioino' die Burg der Anjou, liegt zur Verteidigung der Stadt ganz vom Wasser umgeben. Ihre hölzerne Zugbrücke aus dem 17. Jhdt. verband sie mit der Stadt.
Die Festung stammt aus der Zeit zwischen XIII. und XIV. Jhdt., aber bis in s 18. Jhdt hinein wurde sie um- und ausgebaut. Der erste Grundriss war wohl quadratisch, und erst nach der Rückkehr ins Königreich der Stadt bauten die Aragoner sie weiter aus. Der Grundriss wurde vieleckig und an den Ecken erhoben sich runde Wachtürme.
Die Arbeiten wurden nach Entwürfen des Architekten Francesco di Giorgio Martini aus Siena ausgeführt. Mit der Konstruktion der vieleckigen Bastion im Südosten kam eine weitere Neuerung hinzu, der sogenannte 'torrione di vedetta'. Die Burg wurde damit und durch die Trennung des Turmes vom Rest der Anlage zu einer modernen Festungsanlage
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Vom 16. bis zur zweiten Hälfte des 19. Jhdts blieb die Burg in dieser Form erhalten. Dann entschied man, den Burggaben einzuebnen und die Torbögen der Zugbrücke zu beseitigen. Seit 1879 gehört die Festung der Stadt Gallipoli.
Im Innern befinden sich weitläufige Säle mit Tonnen- und Kreuzgewölben, vielen Gänge und Durchlässen.
Das Kastell gehört zu der mittlerweile sehr selten gewordenen Art von Bauwerken in direktem Kontakt zum Meer. Seine Bauweise ist ein Beispiel für die erfindungsreiche Baukunst vergangener Zeiten.
Heute ist es Sitz der Finanzpolizei, und der Innenhof wird im Sommer als Freiluftkino genutzt.