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Lecce ist Provinzhauptstadt und liegt zwischen dem Jonischen Meer und der Adria.

Lecce ist Provinzhauptstadt und liegt zwischen dem Jonischen Meer und der Adria.

Lecce ist eine vornehme Stadt, in deren jahrhundertelanger Geschichte Geist und Intellekt immer eine größere Rolle als der Handel und die Wirtschaft gespielt haben. Wegen ihrer Schönheit und des Reichtums an Monumenten, sowie der Verbundenheit an Traditionen nannte man Lecce das 'Athen Apuliens'. Der Barock brachte ihr den verdienten weitern Zusatznamen 'Florenz des Südens'ein.

Der Stil des 27. Jhdts hat das Bild der Stadt so geprägt wie nichts anderes. Man kann die reichen Bildhauerarbeiten aus dieser Epoche, die in leccesischem Stein gefertigt wurden, in der Altstadt, deren Reste innerhalb der antiken Stadtmauern liegen, besichtigen.

Die Präsenz verschiedener religiöser Orden führte in Lecce zum Bau der vielen Kirchen, deren Fassaden wie Altäre auf offener Straße wirken und den Geist der damaligen Gesellschaft widerspiegeln.

Das Geheimnis des Barock in Lecce liegt im Stein, der ein weicher, marmorähnlicher Kalkstein ist, kompakt, aber weich genug, um mit Meißel und axt bearbeitet zu werden. Man verwandelte ihn in gezwirbelte Säulen, üppige Einrahmungen und durchbrochene Balustraden, Blumen- und Obstgefäße, Schleifen und Bänder, Putten und Masken.

Das Gebäude, das den Barock hier am besten verkörpert, ist die Basilika Santa Croce von 1549, die 1689 fertiggestellt wurde.Seit der Restaurierung erstrahlt das einzigartige Gebäude wieder im ursprünglichen Glanz.

Der Dom aus den Jahren zwischen 1144 und 1230 verfügt über einen Kreuzgrundriss und drei Schiffe die durch Pfeiler und Halbsäulen getrennt sind. Seine zwölf Altäre und der Glockenturm, der circa 68 Meter hoch ist und an den Palazzo del Seminario von 1694-1709 angrenzt, charakterisiern ihn.

Weitere Denkmäler im barocken Stil sind das Amphitheater, Piazza S.Oronzo mit der Staute des Heiligen,  der 'Sedile' oder Palazzo del Seggio, 1592 errichtet, der Palazzo del Governo (Regierungssitz), das ehemalige Kloster der Celestiner und eine große Anzahl an Kirchen. Unter den wichtigsten befinden sich Santa Chiara, mit einem üppigen Portal und einer eleganten Fassade und San Niccolò e Cataldo, die von den Normannen errichtet, aber mit einer Barockfassade vervollständigt wurde, und die Teatinerkirche.

Wenn man aus der Stadtmauer heraustritt  kann man Stadttore wie die Porta Rudiae bewundern, die auf die Straße nach Rudiae führte, außerdem Porta Napoli, auch Arco di Trionfo genannt. Sie befindet sich am gleichnamigen Platz. Porta San Biagio hingegen stammt aus dem Jahr 1700.

 Lecce ist auch für die Herstellung von handwerklichen Produkten aus Pappmaché berühmt.

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